Personalverrechnung: Grundlagen

 

Anmeldung

Dienstgeber müssen alle neu eintretenden Dienstnehmer VOR ARBEITSANTRITT zur Sozialversicherung anmelden!

Für die Anmeldung Ihrer Dienstnehmer benötigen wir
vom Dienstgeber: Beitragskontonummer bei der GKK

vom Dienstnehmer

  • Name

  • Versicherungsnummer

  • Geburtsdatum

  • Tag des Beschäftigungsbeginns

  • Versicherungsumfang (Voll- oder Teilversicherung)

  • Tätigkeit

Bitte kontaktieren Sie uns im Falle einer Dienstnehmeranmeldung rechtzeitig.

Ausländerbeschäftigung:
Bitte klären Sie mit Ihrem zuständigen Arbeitsmarktservice ab, ob die geplante Beschäftigung in Österreich einer Genehmigung bedarf.

 
 

Abmeldung

Die Abmeldung ist binnen sieben Tagen nach dem Ende der Pflichtversicherung vorzunehmen.

Bitte kontaktieren Sie uns im Falle einer Dienstnehmerabmeldung rechtzeitig.

 
 

Arbeitsvertrag vs. Dienstzettel

Mit Aufnahme der Beschäftigung müssen Dienstgeber Ihren Dienstnehmern eine schriftliche Aufzeichnung über die Rechte und Pflichten aushändigen. Dies kann in Form eines Arbeits- bzw. Dienstvertrages passieren oder zumindest mithilfe eines Dienstzettels. Dieser muss folgende Punkte beinhalten:

  • Name und Anschrift des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers

  • Beginn des Arbeitsverhältnisses

  • (Ende des Arbeitsverhältnisses bei Befristungen)

  • Kündigungstermine und Dauer der Kündigungsfristen

  • Arbeitsort

  • Einstufung und Verwendung

  • Anfangsbezug

  • Fälligkeit des Entgeltes

  • Normalarbeitszeit

  • Urlaubsausmaß

  • Kollektivvertrag

  • Betriebliche Vorsorgekassa

Wir empfehlen Ihnen einen umfassenden Dienst- bzw. Arbeitsvertrag auszuhändigen, in dem Vertragspunkte detaillierter und umfangreicher festgehalten werden können, als dies bei einem Dienstzettel der Fall ist.

Gerne können wir Ihnen hierfür Mustervorlagen zukommen lassen.

 
 

Sachbezüge (Vorteile aus dem Dienstverhältnis)

Wenn Sie Ihrem Dienstnehmer Vorteile aus dem Dienstverhältnis gewähren (Firmenfahrzeug zur Privatnutzung, Wohnung, Tickets für öffentliche Verkehrsmittel, Essensbons, …), teilen Sie dies bitte Ihrem Betreuer mit, da hierfür in der Lohnverrechnung ein Sachbezug anzusetzen ist.

 
 

Pfändungen und
Exekutionen

Sollte einer Ihrer Dienstnehmer seinen privaten Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, kann es zu Lohn-/Gehaltspfändungen kommen.

Bitte übermitteln Sie diesbezügliche Unterlagen so rasch als möglich, um keine Fristen zu versäumen.

 
 

Mitarbeitervorsorgekasse

Die betriebliche Mitarbeitervorsorgekasse, oder „Abfertigung neu“, ist auf alle Arbeitsverhältnisses anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2002 begonnen haben.

In Betrieben ohne Betriebsrat wählt der Arbeitgeber eine der zehn betrieblichen Vorsorgekassen aus. Wird keine Auswahl getroffen, wird Ihnen nach Ablauf von sechs Monaten eine betriebliche Vorsorgekasse zugewiesen.

Der Beitrag von 1,53% ist in der Dienstgeberzahlung an die GKK enthalten und wird von dieser an die jeweilige Vorsorgekasse weitergeleitet.

Liste der betrieblichen Vorsorgekassen

 
 

Aufzeichnungen über Arbeitszeit, Urlaub, Krankenstand

Grundsätzlich sind Arbeitszeitaufzeichnungen zu führen und darin auch die Pausen zu vermerken (nach sechs Stunden 30 Minuten Pause, diese kann auch aufgeteilt werden).

Wir empfehlen Ihnen, sich die Aufzeichnungen vom Dienstnehmer mit dessen Unterschrift bestätigen zu lassen.

Der Dienstgeber ist verpflichtet Aufzeichnungen über den Urlaub zu führen. Folgende Punkte müssen daraus ersichtlich sein (bei Anspruch nach Arbeitsjahr):

  • die angerechneten Dienstzeiten

  • das Ausmaß des zustehenden Urlaubs

  • die Zeiten des konsumierten Urlaubs

Oft erfolgt dies über die Arbeitszeitaufzeichnungen.

Damit die Ansprüche in der Entgeltfortzahlung im Falle eines Krankenstandes korrekt behandelt werden können, bitten wir um rechtzeitige Übermittlung der Informationen betreffend Krankheit oder Unfall, sowie Zeitpunkt und Dauer.